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EINE KLEINE STATIVÜBERSICHT

Text von Oliver Riesbeck aus dem DSLR-Forum - VIELEN DANK OLIVER FÜR DEINE VERÖFFENTLICHUNG AUCH AUF STATIVFREAK.DE

Sie finden den Ursprungstext dazu hier:
http://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=121567

Sie finden im nachfolgenden Text viele Stativbeispiele, die sicher nicht den ganzen Markt abdecken, aber eine bessere Übersicht
und einen besseren Text gerade für Stativeinsteiger und Stativsuchende haben wir im ganzen deutschsprachigen I-Net nicht gefunden.
Wenn Sie ein Stativ suchen, nehmen Sie sich die Zeit diesen Text von Oliver zu lesen. Es lohnt sich.


Da die Fragen ja immer die selben sind und fast täglich auftauchen, versuche ich mal hier eine kleine Zusammenfassung für den Suchenden.

Ein Stativ sollte gewisse Kriterien erfüllen und da fangen meist schon die Probleme an. Leicht und günstig gibt es nicht.


Warum kein Stativ für 20 Euro?

Häufig findet man in Fotoläden oder Fotoabteilungen von größeren Kaufhäusern Stative für 20 Euro. Meine Erfahrungen basieren auf dem Hama Star L61.

Das Stativ an sich ist aus Aluminium und Plastik aufgebaut, es ist für kleinere Kameras bestens geeignet.
Doch wenn man eine Größere Kamera (300D + 18-55) montiert wird der fest montierte 3-Wegekopf überbelastet. Durch das Gewicht der Kamera wird die Platte auf der die Kamera montiert wird sogar leicht verzogen, so das der Horizont auf jeder Aufnahme schief hängt. Insgesamt wirkt die Konstruktion dann relativ instabil. Wird die Kamera weiter ausgebaut (300D + BG + 100-300 4.5-5.6 (vergleichbar mit Canon 70-300) + Blitz) wird die Konstruktion noch mehr überbelastet und das Stativ droht bereits bei leichten Berührungen umzukippen. Voll Ausgezogen hängt dann das Stativ Krumm und Schief und Vernünftiges arbeiten wird so unmöglich.

"Wenn man 1000 Euro in die Kamera und die Objektive Steckt sollte man mindestens 60 Euro in das Stativ investieren. Die gesparten 40 Euro können sonst schnell die 1000 Euro Ausrüstung durch einen Sturz plätten." von Nightdriver

Deshalb soll das hier auch nur ein kleine Überblick über die hier meist genannten sein.

Die üblichen Verdächtigen wären
das Walimex WT-666 inkl 3Wegeneiger WT-010H für 60,-
das Manfrotto 055 Pro oder Giotto 9170 für +/- 150,-
das Velbon Sherpa 630 für 200,-
und seit neuestem auch welche von Benro die den von Gitzo entsprechen sollen, aber über die noch nicht soviel bekannt ist.

Die genannten Stative bewegen sich alle noch im "bezahlbaren" Rahmen und sind alle unter 200,- zu bekommen. Auf andere werde ich hier nicht eingehen, da es zu viele gibt um alle zu beschreiben.



Walimex WT-666 (Einstiegsklasse)

Das WT-666 ist mit das beste was man für 60,- bekommen kann und sicher sein Geld wert.
Es besitzt Moosgummigriffe und mit im Lieferumfang ist eine robuste Stativtasche und ein Tragegurt, die bei den anderen dazugekauft werden müssen.
Es ist ein Manfrotto Nachbau und nicht gerade ein Leichtgewicht und die Verarbeitung lässt zu wünschen übrig..
Der Neiger ist etwas "schwergängig" aber mit der richtigen Nacharbeitung (Anleitung in der Bastelecke) ein Neiger den man mit dem 141RC von Manfrotto vergleichen kann.
Für die 60,- bekommt man ein stabiles wertiges Stativ, das aber auch sehr schwer ist.

Länge voll ausgezogen: 1850mm
Länge ausgezogen: 1750mm
Min. height: 760mm
Gewicht: 4,3 Kg.
Max. load: 5,0 Kg.
Schnellwechselplatte
Clipverschluss
Schaumgummigriffe
Eingebaute Wasserwaage zur exakten Auslotung (was mit einer Libelle auf dem Blitzschuh allerdings exakter funktioniert)
Stufenlos höhenverstellbare Mittelsäule
Stativkopf um 90 Grad schwenkbar
Gummifüße
Variabel einsetzbar
Robust, stabil und leicht
Inkl. Reißverschluss-Stofftasche mit verstellbarem Tragegurt

Für den Einsteiger der nicht sicher ist ob er ein Stativ benutzen wird, oder jemand der es nur ab und zu braucht sicher eine Überlegung wert, nur sollte man für die 60,- nicht zuviel erwarten.
Und um es immer dabei zu haben ist es sicher nicht das richtige.




Manfrotto 055 Pro (Mittelklasse)

Das Stativ zeichnet sich durch seine Waagerechteinsetzbare Mittelsäule aus, das Bodennahe, oder aufnahmen "von oben" ermöglicht.
Es besitzt Schaumgummigriffe und ist sehr wertig verarbeitet.

Länge geschlossen, zusammen geschoben 65 cm
minimale Arbeitshöhe 11 cm
max. Arbeitshöhe (eingefahrene Mittelsäule) 135 cm
max. Arbeitshöhe (ausgefahrene Mittelsäule) 176 cm
Gewicht 2,4 kg
maximale Belastbarkeit 7 kg
Schaumgummigriffe
Gummifüße
Clipverschluss
Lieferumfang ist leider nur das Stativ und ein Inbusschlüssel.
Für das Manfrotto gibt es auch ein Umbauset, das es ermöglicht dem Boden noch näher zu kommen.
Es wird dadurch auch noch eine ganze spur stabiler.
Es ist zwar etwas schwer, aber sehr wertig und es macht spass mir ihm zu arbeiten.
Das Gewicht hält sich noch in Grenzen und man kann es (ein wenig Lust Vorausgesetzt ) immer dabei haben.


Giotto 9170

Vergleichbar ist in dem Preisrahmen auch noch das Giotto 9170.
Es besitzt eine multifunktionale Mittelsäule die senkrecht/ waagerecht und eine stufenlose Positionierung ermöglicht, so das man "jeden Punkt" erreichen kann.
Allerdings besitzt es auch einen eingebauten Neiger was in meinen Augen nicht die beste Lösung ist.
Länge geschlossen, zusammen geschoben 63 cm
max. Arbeitshöhe (ausgefahrene Mittelsäule) 170 cm
Gewicht 3kg
maximale Belastbarkeit 12kg
Gummifüße
Schaumgummigriffe
Schraubverschluss
Lieferumfang sind Tasche, Tragegurt und Werkzeug.
Das Giotto ist gut durchdacht und ein flexibles Stativ und sicher "die" Alternative zu Manfrotto.
Jedoch ist es etwas schwerer, aber das muss jeder für sich entscheiden.


Velbon Sherpa Pro 630

Es ist ein günstiges Leichtes Carbon Stativ, das es von den Maßen mit den oben genannten aufnehmen kann.
Länge geschlossen, zusammen geschoben 60 cm
max. Arbeitshöhe (ausgefahrene Mittelsäule) 160 cm
max. Arbeitshöhe (eingefahrene Mittelsäule) 133cm
Gewicht 1805g
maximale Belastbarkeit ?
Schaumgummigriffe
Teilbare Mittelsäule
Eindrehbare Spikes
Gummifüße
Stativhaken
Das Konzept der Velbon Sherpa Pro Serie überzeugt.
Die Verarbeitung und die Wertigkeit sind super und noch bezahlbar.
Die zweite Stelle (3 oder 4) gibt die Anzahl der Segmente pro Bein an und an letzter Stelle steht dann eine 0 (Schraubverschluss) oder eine 1(Clippverschuss)
Bsp
Demnach wäre das Velbon Sherpa Pro 630 ein Stativ mit 3 Segmenten(2Auszüge) mit Schraubverschluss.

Es gibt zwar gibt es von Walser auch günstige Carbon Stative, die es aber nicht mit den Velbon in Sachen Verarbeitung etc aufnehmen können.
Sie sind auch deutlich günstiger, aber das merkt man auch.
Wenn es leicht, standfest und günstig sein soll, sollte man zu der Velbon Sherpa Serie greifen.
Es gibt auch noch Carbon Stative von Benro die jetzt gerade neu erschienen sind.
Sie sind günstig sind und den Gitzo nachempfunden.
Was man bis jetzt hörte sollen sie durchaus gut sein, nur fehlen zu den Stativen noch Langzeiterfahrungen.


Dies soll nur ein kleiner Überblick sein und die hier meistgenannten etwas Näher beschreiben.
Alle aufzuzählen ist mir leider nicht möglich da es zu viele gibt und viele davon das Budget der meisten hier eh sprengen würden.
Wer dennoch etwas mehr investieren kann oder will, sollte sich die Stative von Gitzo ansehen.
Die sind allerdings nicht gerade günstig.

Einige Suchbegriffe für das Forum um sich weiter in die Materie zu lesen.
Sind
Manfrotto
Manfrotto Pro
Manfrotto 190
Manfrotto 055
Walimex
Walser
WT-666
Velbon
Velbon Sherpa
und so weiter.

Alternativ kann man auch natürlich mit der genauen Bezeichnung suchen, wenn man sich schon eins rausgepickt hat und nun noch nach Erfahrungen oder Berichten sucht.

Wenn dennoch ein neuer Thread gestartet werden sollte, weil man mit der Suche nichts findet sollte man wenigstens schreiben ob es
leicht sein soll,
max Preis den man ausgeben will (mit oder ohne Kopf, aber das ist ein anderes Thema)
Verwendungszweck
was es tragen soll
etc.
Damit die Antworten gezielt gegeben werden können.

Herstellerseiten
Walser
Giotto
Manfrotto
Velbon


Vielleicht hilft diese kleine Übersicht ja jemand.


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Zu den Stativen selbst gibt es einige wichtige Dinge die man wissen sollte.
Es sind zwar pauschale Äußerungen, die man aber auf viele der Stative (außer Gitzo etc) anwenden kann.

Je weniger Beinauszüge desto verwindungsfreier/ stabiler steht das ganze.
Eine Mittelsäule sollte man nicht ausfahren, und wenn es sein muss, dann nie ganz, da das auch zu Schwingungen führen kann.
Die Mittelsäule ist mit das schwächste Glied am Stativ.

Gute Stative kosten wie alles im Leben Geld.
Es gibt hier auch nicht die Eierlegendewollmilchsau.

Es gibt für jeden Einsatzzweck das richtige Stativ, und die Kunst ist es nun das richtige für sich und seinen Geldbeutel zu finden.

Es gibt verschiedene Materialien aus den Stative bestehen.

Alu
Carbon
Holz
Basalt



Alu

Aus Aluminium sind wohl die meisten Stative, wie z.B. das Manfrotto 055 oder das Walimex WT-666.
Dieses Material überträgt die Schwingungen des Spiegelschlags am besten, was aber in dem Fall ein Minuspunkt ist. Es sind auch nicht gerade Leichtgewichte. Aber im Preis- Leistungsverhältnis sicher das beste, was man bekommen kann.

Carbon

Diese Stative sind bei wenig Eigengewicht deutlich tragfähiger als Alu. Hier wäre z.B. die Velbon Sherpa Pro Serie zu nennen. Die Schwingungen des Spiegelschlags überträgt Carbon weniger als ein Alustativ und ist sogar in Sachen Schwingungsdämpfung als sehr gut anzusehen. Die Carbonstative sind teurer als Alustative, was den ein oder anderen abschreckt.
Aber was nützt ein Stativ das daheim bleibt, weil es zu schwer ist?
Die Standfestigkeit der Carbonstative wird dadurch erhöht, in dem man Taschen o.ä. an den Stativhaken der Mittelsäule hängen kann.

Holz

Es ist sehr tragfähig und schwingungsfrei, aber auch verhältnismäßig schwer. Vergleicht man jedoch Tragfähigkeit und vor allem Schwingungsdämpfung mit Alustativen gleicher Gewichtsklasse, dann schaut die Welt schon ganz anders aus. Preislich kann man bei den Holzstativen wohl vom Mittelfeld sprechen.
Wenn man also etwas bombenfestes will und es nicht auf das Gewicht ankommt, sollte man sich nach einem guten Holzstativ umsehen.
Berlebach hat einen guten Namen, welcher auch des öfteren hier fällt.

Basalt

Diese Stative bestehen aus "Stein" und sind bei noch geringerem Eigengewicht noch tragfähiger als vergleichbare Carbonstative. Sie sollen auch die Schwingungen des Spiegelschlags weniger übertragen als Carbonstative.
Diese Stative gibt es imho nur von Gitzo. Sie sollen so belastbar wie Alustative sein, jedoch so leicht wie Carbon.
Sie können auch durch beschweren noch standfester gemacht werden.

Falls daran etwas nicht stimmen sollte bitte um PN

Man darf bei der Stativsuche natürlich nicht den Stativkopf außer acht lassen .... aber das ist ein anderes Thema (welches im Anschluss noch Gehör findet)

Es gibt viele Stative, bzw. von Manfrotto sogar verschiedene Ausführungen von ein und dem selben Stativ.


Bei der Manfrotto 055 Serie gibt es die

D-Version (Basic)

Das ist die "Basisversion" ohne Schnickschnack mit Alu- Montageplatte.
Die Beinlänge lässt sich mittels Flügelschrauben verstellen.

CL-Version (Classic)

Diese Variante zeichnet sich durch eine umkehrbare Mittelsäule aus und ermöglicht so auch "arbeiten über Kopf".
Es besitzt Schnellverschlüsse und eine Alu- Montageplatte.

Pro-Version (Professional)

Bei dieser Version ist es möglich die Mittelsäule (bei den neueren Modellen teilbar) herauszunehmen und waagerecht einzusetzen. So kann man Aufnahmen von oben machen, bzw. wird es einem ermöglicht Bodennahe aufnahmen zu machen.
Es besitzt Schnellverschlüsse und eine Kunststoff-Montageplatte.
Es gibt zu dieser Version auch noch ein Umbaukit, welches die Mittelsäule durch eine stabile Platte ersetzt. Es verbessert die die Eigenschafen des Stativs noch einmal, man verliert jedoch die Option der waagerechten Mittelsäule. Hier sollte man also vor dem Kauf schon wissen, was man will und kann u.U. das Geld für die Pro-Variante gleich sparen.

NAT-Version (Natural)

Diese Version ist grün, besitzt Spikes und ist laut Manfrotto für die "Wildnis" gedacht. Es wird mit einer 2ten kurzen Mittelsäule geliefert und besitzt eine Kunststoffmontageplatte.

Hinter der Bezeichnung steht manchmal ein B, das darauf hinweist, dass es sich um ein schwarzes Model handelt.

Das ganze kann man fast 1:1 auf die 190er Serie von Manfrotto übertragen.
Wobei die Abmessungen und die max. Belastung natürlich etwas anders sind.

Beispiel: Manfrotto 190ProB

– Länge geschlossen, zusammen geschoben 56 cm
– minimale Arbeitshöhe 11 cm
– max. Arbeitshöhe (eingefahrene Mittelsäule) 119 cm
– max. Arbeitshöhe (ausgefahrene Mittelsäule) 145 cm
– Gewicht 1,9 kg
– maximale Belastbarkeit 5 kg

Es ist für den DSLR Fotografen deswegen nur bedingt einsetzbar.

Dann gibt es von Manfrotto noch die MF Serie, wobei das MF für MagFiber steht. Es sind die Carbon Versionen der bekannten Serie und sind durch die Kunststoffmontageplatte und die gesamte Bauweise sehr leicht gehalten. Die Zahlen 3 oder 4 nach MF stehen für die Anzahl der Beinauszüge. Es ist ein Tragegurt am Dreibeingelenk des Stativs befestigt, an den man auch eine Tasche ö.ä. hängen kann, womit sich die Standfestigkeit noch mal erhöht.

Eine gute deutschsprachige Seite für Manfrotto Artikel ist
http://www.imaging-one.de/index.htm

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Stativköpfe

Es gibt verschiede Arten von Köpfen und für verschiedene Einsatzzwecke.
Wie auch bei den Stativen gibt es für jeden Einsatzzweck den passenden Kopf.

Bevor jetzt aufgeschrieben wird: hier geht es mir hauptsächlich um die Köpfe, die sich Ottonormalhobbyfotograf kauft und die hier am meisten empfohlen werden. Die teuren Köpfe werden ein andermal behandelt.

Wobei man 2 grobe Unterteilungen vornehmen kann.

3-Wegeneiger

Sie lassen präzise Einstellungen zu, aber das verstellen kostet Zeit.

Kugelköpfe

Sie lassen sich zwar schnell verstellen, was jedoch zu Lasten der Genauigkeit geht. Wobei man bei den Kugelköpfen darauf achten sollte, das sie über eine Friktion verfügen


Die meist empfohlenen oder erwähnten Köpfe hier im Forum sind

der 3-Wegeneiger Manfrotto 141RC
der 3Wegeneiger Walimex FT-010H
der Benro Kugelkopf KB-1
der Manfrotto 322RC
den Walimex Action- Grip FT-011H
der Manfrotto Getriebeneiger 410


Sie sind alle in der Preisregion bis 200,- zu finden.

Manfrotto 141RC

Bei den 3-Wegeneigern war eine lange Zeit der Manfrotto 141RC2 der meistempfohlene
3-Wegeneiger.

Mit ihm kann man sehr leicht und gut den Bildauschnitt bestimmen.
Er ist sehr gut und solide verarbeitet und es macht Spaß ihn in die Hand zu nehmen. Er verfügt über die Manfrottokompatible Schnellwechseleinheit RC2.
Da dieser Kopf jetzt aber nicht mehr produziert wird, wird wohl sein Nachfolger, der Manfrotto MA 804RC2, sicher seine Nachfolge im Forum antreten.

Der Preis für den M-804RC2 liegt bei 60,-

Die technischen Daten für den MA 804RC2:

– Rotation 360°
– Neigung vor/zurück -30° bis +90°
– Neigung seitlich -90° bis +30°
– Gewichtsausgleichsfeder
– Höhe 116 mm
– Gewicht 790 g
– maximale Belastbarkeit 4 kg

Walimex FT-010H

Das günstigste Modell bei den 3 -Wegenegern ist wohl auch hier der Walimex FT-010H, der jedoch einer gewissen Nachbearbeitung bedarf, damit man mit ihm "genau" arbeiten kann, da er "etwas" schwergängig ist. Die Anleitung um ihn zu "verbessern" findet man in der Bastelecke hier im Forum.

Mit diesem Neiger wurde ich nie richtig warm. Er ist nicht so wertig verarbeitet wie der Manfrotto und auch das genaue Arbeiten ist nicht wirklich machbar. Dafür kostet der Kopf nur 30,-.

Der FT-010H verfügt über:

– Rotation 360°
– Neigung vor/zurück -30° bis +90°
– Neigung seitlich -90° bis +30°
- Belastbarkeit 5Kg
- Gewicht 990g
- Höhe 140mm

Die Schnellwechseleinheit soll auch Manfrotto RC2 kompatibel sein, wobei ich das nicht bestätigen kann.

Manfrotto MA 410 Junior Stativkopf/Getriebeneiger

Er ist ein Getriebeneiger, der über eine feinfühlige Verstellung der drei Achsen über Feintriebe und lösbar zur Schnell-Voreinstellung ist. Er verfügt über eine Nivellierlibelle, Skalen an allen Achsen, eine Schnellwechseleinrichtung mit Sicherungshebel und die 410PL-14 Schnellwechselplatte.

Er eignet sich hervorragend zur Makro- und Architekturfotografie, da man den Bildauschnitt mit ihm sehr präzise einstellen kann. Aber auch wo es sonst noch auf ein präzise Arbeiten ankommt, kann man ihn einsetzen. Der Preis beträgt 180,-

Die technischen Daten:

– Rotation 360°
– Neigung vor/zurück -30° bis +90°
– Neigung seitlich -90° bis +30°
– Höhe 13 cm
– Gewicht 1,22 kg
– max. Belastbarkeit 5 kg

Kommen wir nun zu den Kugelköpfen.

Benro KB-1

Der günstigste und wohl mit Abstand beste Kugelkopf in der Klasse bis 250,- dürfte hier der Benro KB-1 sein.

Der KB verfügt über eine Hammerschlaglackierung die ihn wohl optisch in Richtung Gitzo bringen soll. Es gibt auch noch die KS- Version, die schwarz lackiert (vielleicht sogar eloxiert) ist.
Der KS ist in Deutschland schwerer erhältlich und auch etwas teurer.

Der Benro KB-1 ist wertig / solide verarbeitet und es macht Spaß mit ihm zu arbeiten, da er über Dinge verfügt, die es normalerweise nur bei wesentlich teureren Köpfen gibt:

- er verfügt z.B. über ein "Arca" kompatibles Schnellwechselsystem das ohne Schnellwechselplatte schon 100,- kostet. Es ist mit seiner Schwalbenschwanzklemmung wohl das BESTE System unter den Wechselsystem. Es ist unter den Novoflex Q-Plate, ARCA, Kirk, Really Right Stuff, Graf Burzinsky, Hama Pro Plate zu 100% kompatibel.

- er bietet eine gut einstellbare Friktion

- er kostet um die 100,- und ist wohl das "Non plus Ultra" in dieser Preisregion.

Das einzige Manko, das ihm nachgesagt wird, ist die Schwergängigkeit, die von dem "zähen Chinafett" herrühren soll. Das konnte ich aber nicht feststellen.
Aber auch hierzu gibt es eine Anleitung um ihn zu entfetten.

Die technischen Daten:

- Durchmesser 44 mm
- Maße 108,5x72x107 mm
- Belastbarkeit 12 kg
- Eigengewicht 0,58 kg

Und da die Beschreibung auf chinesisch ist

* Kleines Rad = Friktion.
* Grosses Rad = Kugelklemmung.
* unteres Rad = Panoramadrehung

Der Benro KB-2 soll nicht 100% Arcakompatibel sein, da die Novoflexplatten durch rutschen sollen.


Manfrotto 322RC2

Der 322RC2 ist ein solider Kugelkopf, der speziell für die Actionfotografie entwickelt wurde. Er hat einen ergonomischen Handgriff der schnelles Lösen und Arretieren ermöglicht.

Funktioniert auch ganz einfach:

Griff drücken, Kopf läst sich bewegen.
Griff loslassen , Kopf ist fixiert

Er besitzt eine stufenlos einstellbare Friktion.

Der Kopf verfügt außerdem über die Möglichkeit die Wechselplatte an 3 verschieden stellen zu befestigen, bzw. noch 2 weiter Platten anzubringen.
So ist er für auch für Linkshänder sehr gut einsetzbar.
Man kann für ihn auch einen Kabelfernauslöser kaufen, der es ermöglicht mit der Hand direkt am 322RC auszulösen. (Also mit der Kamera das Motiv "verfolgen" und einfach auslösen)

Dieser Kabelfernauslöser ist sehr teuer, aber auch hierzu gibt es eine Bastelanleitung, mit der man sehr viel günstiger das "gleiche" Ergebnis erzielen kann.

Der Manfrotto 322RC2 ist von der Idee her ein genialer Kopf, mit dem ich sehr gerne gearbeitet habe. Der Preis liegt bei 100,-

Die technischen Daten:

– Rotation 360°
– Neigung (vor/zurück) -90° bis +90°
– Seitenneigung -3° bis +90°
– Höhe 10,3 cm
– Gewicht 700g
– maximale Belastbarkeit 5 kg


Walimex Action-Grip FT-011H

Er ist die günstige Version des MAnfrotto 222RC2, der wiederum der Vorgänger des Manfrotto 322RC2 ist. Er ist nur hochkant verwendbar, was ihn meiner Meinung nach mit einer Teleoptik schwer bedienbar macht. Da hat ganz klar der 322RC2, was die Bedienbarkeit angeht, die Nase vorne. Es gibt außerdem im Forum einen Bericht wo bei dem FT-011H die Wechselplatte sich samt Kamera trotz Sicherung vom Kopf gelöst haben soll und zu Boden gefallen ist.

Das Bewegen des Kopfes funktioniert wie beim 322RC2 durch drücken und loslassen.

Er war eine günstige Alternative zu dem Manfrotto 222RC2, den es ja schon länger nicht mehr gibt.

Der FT-010H verwendet auch extra Wechselplatten, die nicht mit dem FT-010H oder dem Manfrotto RC2 kompatibel sind und für meinen Geschmack auch zu groß sind. Zumal er schon allein wegen der Höhe in meinen Augen im Vergleich zum 322RC sehr unhandlich ist. Der Preis für den Action Grip beträgt 50,-

Die technischen Daten:

- Belastbarkeit 4Kg
- Gewicht 840g
- Höhe 220mm

Alles in allem sollte man bei Kugelköpfen auf eine einstellbare Friktion achten.

Friktion

Man muss ja für gewöhnlich die Feststellschraube lösen, um den Kopf zu verstellen. Dabei soll aber die Cam mit Linse nicht abkippen, oder sich aus eigenen Stücken bewegen. Also muss die Reibung an das Gewicht der Kamera+Objektiv etc. angepasst werden.

Hierbei spricht man von "Friktion". Dabei gibt es stufenlos einstellbare oder vorgegebene Art der Friktion.

In der Telefotografie ist eine Friktion eigentlich ein Muss: man kann damit das Objektiv frei bewegen und dann einfach loslassen, ohne dass etwas abkippt. Die Feststellschraube wird bei einem guten Kopf somit (fast) überflüssig.

 

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